Rückblick

März 2008

Im Rahmen der "Erdinger Wochen gegen Rassismus 2008" präsentiert "Dorfen ist Bunt" am 17. März 2008 den Charlie Chaplin Film "Der große Diktator" mit Hintergrundinformation zur Entstehungsgeschichte, präsentiert von Gert Hänsel.

Januar 2008

Am 23. Januar 2007 laden das Aktionsbündnis "Dorfen ist Bunt", das Dorfener "Bündnis gegen Rechts" und das Jugendzentrum zur Präsentation der Studie "Vom Rand zur Mitte - Rechtsextreme Einstellungen und ihre Einflussfaktoren" ein. Referent ist Dr. Oliver Decker von der Universität Leibzig.

Dezember 2007

"Dorfen ist Bunt" organisiert in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung einen Diskussionsabend mit dem Holocaust-Überlebenden Max Mannheimer.

Herbst 2007

Am 23. September findet das Herbstfest de Gymnasiums in Dorfen statt. "Dorfen ist Bunt" ist dort präsent mit einem Infostand.

Zum Gedenken an die Reichsprogromnacht organisieren Mitglieder von "Dorfen ist Bunt" eine gut besuchte Lesung mit musikalischer Untermalung in der Dorfener Bibliothek. Es werden Texte, Gedanken und Beispiele zum Thema Zivilcourage vorgetragen.

Vertreter von "Dorfen ist Bunt" fahren am 24.10.2007 nach Wunsiedel zum Treffen der bayerischen BIs

Am 22. November findet im Rathaussaal in Dorfen die konstituierende Sitzung des Aktionsbündnisses "Dorfen ist Bunt" statt. Dabei wird die Satzung von Dorfen ist Bunt verabschiedet.

Juni 2007

"Dorfen ist Bunt", das "Bündnis gegen Rechts" und das Dorfener Jugendzentrum treffen sich, um sich besser gegenseitig kennenzulernen und die Möglichkeit für gemeinsame Aktivitäten zu diskutieren. Es wird ein 6-köpfiger Kooperationsrat gebildet, um in Zukunft schnell und abgestimmt auf kurzfristig angekündigten Aktionen der Rechtsextremisten reagieren zu können.

Mai 2007

"Dorfen ist Bunt" versucht die überregionale Vernetzung voranzutreiben und nimmt am 5. Mai, vertreten durch 2. Bürgermeister Gisbert Becker und Gert Hänsel, an der Amtseinführung von Simone Richter teil. Simone Richter wird die Projektstelle gegen Rechtsextremismus leiten. Aufgabe ist unter anderem die bayernweite Vernetzung der Aktivitäten gegen Rechtsextremismus. Auf dem "Markt der Möglichkeiten" präsentiert die beiden Vertreter die Arbeit von "Dorfen ist Bunt". Es kommt dabei zu einem Treffen mit den Bündnissen aus Wunsiedel, Gräfenberg und Abendsberg und es wird werden weitere Treffen vereinbart.

Innerhalb der regelmäßigen Treffen arbeiten die Mitglieder an einer Satzung nach dem Vorbild aus Wunsiedel um durch klare Strukturen ein effizienteres Handeln zu gewährleisten.

März 2007

Die Jungen Nationaldemokraten melden für den 31. März 2007 eine Kundgebung in der Innenstadt an, nachdem per Gerichtsbeschluss die Innenstadt für Neonazi-Kundgebungen genutzt werden darf. Die drei Dorfener Gruppierungen (Jugendzentrum, "Bündnis gegen Rechts" und "Dorfen ist bunt") können sich aufgrund des Themas "Blockade" nicht auf eine gemeinsame Kundgebung einigen. Es werden deshalb drei Gegenkundgebungen in Dorfen angemeldet. Am 31. März kommt es erstmals seit Bestehen von "Dorfen ist bunt" zu einer Kundgebung von etwa 100 Neonazis, begleitet von einem massiven Polizeiaufgebot. Die Stadt befindet sich an diesem Tag in einem völligen Ausnahmezustand. "Dorfen ist Bunt" versucht die bürgerliche Mitte in Dorfen zu aktivieren und veranstaltet am Marienplatz eine Gegenkundgebung, die mit einem ökomenischen Gottesdienst beginnt. Insgesamt demonstrieren an diesem Tag etwa 700 Dorfener Bürger gegen den Aufmarsch der Neonazis und setzen so ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus.

Oktober 2006 - Januar 2007

Zum Gedenken an die Reichsprogromnacht findet am 9. November an der Marktkirche in Dorfen ein ökomenisches Friedensgebet statt. Anschließend zeigt "Dorfen ist Bunt" im katholischen Pfarramt den Film "Die Sonne war Zeuge" mit anschließender, kritischer Diskussion.

Die Wintermonate geben den Mitgliedern des Aktionsbündnisses Gelegenheit sich intensiver über die eigenen Ziele und die zukünftige Ausrichtung klarzuwerden. Es wurde vor allem deutlich, daß nur auf angemeldete Kundgebungen zu reagieren und entsprechende Gegenaktionen zu entwickeln nicht ausreichend ist, um dem Problem Entschiedendes entgegensetzen zu können. Wichtig ist es vor allem, sowohl ein lokale als auch überregionale Vernetzung möglichst vieler Gruppen anzustreben. In diesem Zusammenhang wurden Projekte wie "Schule gegen Rassismus", "Städtekoalition gegen Rassismus" sowie die Zusammenarbeit mit örtlichen Vereinen diskutiert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der internen Weiterbildung, um Hilfestellung in der Auseinandersetzung mit rechtsextremistischen Gedankengut geben zu können.

September 2006

Familienfest 230906 Für den 23. September 2006 beantragen die Jungen Nationalen wieder eine Kundgebung in Dorfen. Wie zuvor wird diese kurzfristig abgesagt. "Dorfen ist Bunt" plant als Gegenveranstaltung ein Familienfest und versucht auf diese Weise die Bürger über die Ziele der rechtsextremistischen Gruppierungen aufzuklären. Zwei Musikgruppen sorgen dabei für Stimmung und umrahmen die Redebeiträge von MdL Schwimmer (CSU), MdL Kronawitter (SPD) und Marianne Ehrler vom Verein Frauen für Frauen.

Juli / August 2006

Auf eine Initiative der evangelischen Pfarrerin Martina Oefele treffen sich am 19. Juni 2006 Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche sowie Repräsentanten der Stadt Dorfen. Man ist sich einig, gegen die angekündigten Aufmärsche ein entsprechendes Gegengewicht setzen zu müssen. Als Vorbild dient die Initiative "Wunsidel ist bunt, nicht braun". Dies ist die Geburtsstunde des Aktionsbündnisses "Dorfen ist Bunt". Bei einer Pressekonferenz am 11. August wird die neugegründete Initiative der Öffentlichkeit vorgestellt. Für eine inhaltliche Findung und Aufbau einer effiziente Struktur bleibt jedoch kaum Zeit, denn bereits für den 19. August 2006 ist wieder ein Neonazi-Aufmarsch angekündigt. "Dorfen ist Bunt" organisiert eine Filmabend mit anschließender Podiumsdiskussion. Gezeigt wird ein Film über den Kampf der Wundsiedler gegen die jährlich stattfindenden Neonazi-Aufmärsche zum Todestag von Rudolph Hess. In der anschließenden Podiumsdiskussion zeigen sich beim Thema Blockade grundlegende Differenzen zwischen "Dorfen ist Bunt" und den beiden anderen Gruppierungen, dem "Bündnis gegen Rechts" und dem Jugendzentrum. Am 19. August wird ein Infostand am Dorfener Marienplatz organisiert. Das Landratsamt Erding teilte 2 Tage vorher mit, daß die Neonazis ihre geplante Kundgebung kurzfristig abgesagt haben.

April 2006

Im April 2006 findet in Dorfen eine Kundgebung der Jungen Nationalen, der Jugendorganisation der als rechtsextermistisch eingestuften NPD, statt. Als Grund wird ein Disput mit dem Dorfener Jugendzentrum angeführt. Die Bürger in Dorfen, wie auch deren Repräsentanten sind sich uneinig, wie darauf reagiert werden soll. Viele sind zu dieser Zeit der Meinung durch Nichtbeachtung dem Übel am besten begegnen zu können. Andere sind der Meinung, man könne dieser rechtsextremistischen Gruppierung nicht einfach die Straße überlassen, ohne Widerstand zu leisten und sein Missfallen zu demonstieren. Das bereits bestehende "Bündnis gegen Rechts" und das Jugendzentrum organisieren Gegenkundgebungen. Die bürgerliche Mitte bleibt unorganisiert. Norman Bordin, der Anführer der Jungen Nationalen, kündigt monatliche Aufmärsche in Dorfen an, mit dem Ziel eine Schließung des Jugendzentrums durchzusetzen.